Durch steigenden Bedarf an Bildungsplätzen sowie modernen Unterrichts- und Betreuungsräumen mussten an der Langenbergschule in Baunatal zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden. Der 2-geschossige Erweiterungsneubau der Schule wurde von KLEUSBERG in acht Monaten Bauzeit realisiert. Das Gebäude in Holz-Tafelbauweise verbindet eine präzise vorgefertigte Konstruktion mit authentisch zur Geltung gebrachten Materialien.
Die Außenansicht wird von einer horizontalen Holzfassade mit diagonal angeordneten Schalungselementen geprägt. Vertikale Holzlamellen strukturieren die Fassadenflächen zusätzlich. Großformatige Fensteröffnungen mit farbig akzentuierten Rahmen setzen Kontraste zur warmen Holzoberfläche. Die großzügigen Verglasungen sorgen für eine hohe Tageslichtausbeute in den Klassenräumen und stellen eine visuelle Verbindung zum Außenraum her.
Im Inneren setzt sich das Holzkonzept konsequent fort. Sichtbare Holzstützen und Wandflächen prägen das Raumgefühl und schaffen eine warme Atmosphäre. Auf abgehängte Decken wurde zugunsten einer offenen, technisch sichtbaren Installationsebene verzichtet. Die geführten Leitungen von Heizung, Lüftung und Elektroinstallation bleiben ablesbar.
Das zentrale Forum fungiert als kommunikative Mitte des Gebäudes. Großzügige Bewegungsflächen, zonierte Sitz- und Aufenthaltsbereiche sowie ringförmige Lichtinstallationen strukturieren den Raum und erzeugen eine gleichmäßige Ausleuchtung. Das Farbkonzept mit gezielt eingesetzten Akzentfarben unterstützt Orientierung und Identität innerhalb des Gebäudes.
Der Neubau bietet neben zehn regulären Klassenräumen zusätzlich sechs speziell eingerichtete Differenzierungsräume, die für gezieltes Förder- oder Gruppenlernen genutzt werden können. Ergänzt wird das Konzept durch moderne Sanitärbereiche und notwendige Technikflächen, die den reibungslosen Betrieb des Gebäudes gewährleisten. Die offene Grundrissplanung des Neubaus ermöglicht eine besonders flexible Nutzung der Räume, sodass unterschiedliche pädagogische Szenarien problemlos umgesetzt werden können. Durch diese Flexibilität wird ein Umfeld geschaffen, das sowohl den Lehrkräften als auch den Schüler:innen vielfältige Lern- und Arbeitsmöglichkeiten bietet.
Die Generalplanung lag bei Nemesis Becker + Ohlmann Architekten aus Kassel.
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